Jeden Werktag um 6:00 Uhr sammelt ein Workflow Termine und wichtige Mails ein, filtert sie nach festen Regeln und liefert eine kurze Zusammenfassung ins Postfach – bevor der erste Kaffee durchgelaufen ist.
Der Arbeitstag beginnt oft mit Sucharbeit. Was steht heute an? Welche Mail wartet seit Tagen auf eine Antwort? Was ist liegengeblieben? Die Antworten liegen verteilt in Kalender, Postfach und Notizen – und die ersten zwanzig Minuten gehen dafür drauf, sie zusammenzutragen.
Die Idee war bewusst unspektakulär: keine neue Oberfläche, kein Chatbot, den man aufrufen muss. Stattdessen ein Prozess, der morgens von allein läuft und das Ergebnis dorthin liefert, wo ohnehin geschaut wird – ins Postfach.
Zeitplan → Datenabruf → Regelfilter → KI-Text → Zustellung. Neun Knoten, ein Workflow. Der entscheidende Schritt ist der dritte.
Die naheliegende Erwartung an so ein System lautet: alle Daten in die KI kippen, die sortiert dann schon nach Wichtigkeit. Das funktioniert in der Praxis schlecht. Das Ergebnis schwankt von Tag zu Tag, lässt sich nicht reproduzieren und niemand kann erklären, warum ein Punkt heute im Briefing steht und morgen nicht.
Deshalb entscheiden hier feste Kriterien, was relevant ist:
Jede Zeile im fertigen Briefing lässt sich auf eine dieser Regeln zurückführen. Die KI übernimmt nur den letzten Schritt – aus sortierten Daten lesbaren Text machen.
Erkenntnis: Der Wert liegt nicht in der KI, sondern im Filter davor. Die KI ist der letzte Schritt – nicht der erste. Wer sie entscheiden lässt, was wichtig ist, bekommt jeden Tag ein anderes Ergebnis und kann keines davon erklären.
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